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Förderung für Gebäudebegrünung


Urbanes Grün für eine bessere Lebensqualität in der Stadt

Ziel des städtischen Förderprogrammes ist es, nach und nach kahle Hauswände und triste Dachlandschaften zu grünen Inseln in der Stadt zu verwandeln. Naturnähere Wohnumfelder schaffen eine höhere Lebensqualität und fördern das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner/innen.

Insbesondere im hochverdichteten Innenstadtraum ist der Platz für urbanes Grün oft knapp. Dabei leisten gerade Pflanzen und Begrünungen einen wichtigen Beitrag für unser lokales Stadtklima. Aufgrund ihrer kühlenden Wirkung helfen sie bei hohen sommerlichen Hitzebelastungen und tragen außerdem zur Reduktion der Schadstoffbelastung bei.
Umso wichtiger ist es deshalb auch neue Räume, wie Dächer und Fassaden, als Teil einer grünen Infrastruktur zu entwickeln und das Stadtbild durch grüne Akzente attraktiver zu gestalten.


Hier erhalten Sie alle Informationen zur Förderung von Maßnahmen für mehr Stadtgrün und Klimaanpassung an Gebäuden. Dazu gehört die Förderung von Dach- und Fassadenbegrünungen sowie von Regenwasserzisternen. Alles rund um unsere Förderangebote für Freiflächen wie Entsiegelungsmaßnahmen, Baumpflanzungen und urban Gardening Projekte, erhalten Sie hier.

Förderprogramm „Stadtgrün und Klimaanpassung“: Förderfähige Maßnahmen an Gebäuden

  • Extensive Dachbegrünungen nur auf Schräg- und Steildächern: Begrünung von Dächern mit einer Neigung über 10°
  • Intensive Dachbegrünungen / Dachgärten auf allen Dachformen: Dachbegrünungen, ab einer Stärke der Substratschicht (ohne Dränschicht) von 15 cm gefördert.
  • Retentionsgründächer: besonders abflussreduzierende und wasserspeichernde Gründachsysteme, bei denen das Wasser im Begrünungsaufbau, bzw. in einer zusätzlichen Schicht angestaut und temporär gespeichert wird.
  • Fassadenbegrünungen: Sowohl Bodengebundene Fassadenbegrünung mit Rank- und Kletterpflanzen, als auch wandgebundene Fassadenbegrünungen mit einer Bbepflanzung direkt an der Fassade.
  • Weitere ortsfeste Gebäudebegrünungen: Gebäudegrün in fest installierten winterharten Pflanzgefäßen.
  • Zisternen: Bau von fest installierten Zisternen im Gebäudebestand (kein Neubau) zur Regenwassernutzung

Eine Förderung erfolgt nur für freiwillige Maßnahmen. Sofern Maßnahmen aufgrund einer öffentlich rechtlichen Verpflichtung durchgeführt werden (z.B. Festsetzung im Bebauungsplan, Auflage in der Baugenehmigung) erfolgt in der Regel keine Förderung. Dazu gehört auch die seit November 2021 beschlossene Freflächengestaltungssatzung der Stadt Würzburg. Diese sieht unter anderem eine einfache extensive Dachbegrünung für alle baulichen Anlagen mit Flächdach ab 10m² Grundfläche vor. Einfache extensive Dachbegrünungen auf Flächdächern sind somit nicht förderfähig, außer es erfolgt eine Kombination mit Photovoltaik, denn die Verbindung Photovoltaik und Gründach wird über die „Richtlinie Klimaneutrales Wohnen“ gefördert.

Die Förderung können alle Würzburger/innen sowie Würzburger Initiativen und Verbände und Unternehmen beantragen. Findet die Maßnahme nicht auf einem eigenen Grundstück statt, ist die Zustimmung der Eigentümerin bzw. des Eigentümers erforderlich.

Fördergebiet

Dem Geltungsbereich des Förderprogramms liegt die Klimafunktionskarte der Stadt Würzburg zugrunde, die den sog. Grad der Überwärmung einzelner städtischer Gebiete erfasst. Begrünungsmaßnahmen werden in Zonen mit stärker und moderater Überwärmung, Überwärmungspotenzial sowie Misch- und Übergangsklimaten gefördert, was nahezu auf das gesamte im Zusammenhang beebaute Stadtgebiet zutrifft. 

Nähere Informationen erhalten Sie über diese Karte mit dem Fördergebiet:

Karte_Fördergebiet, 5457 KB

Hierbei gilt folgende Legende:

Legende, 20 KB


Förderhöhe

image

Förderrichtlinie_Stadtgruen_Klimaanpassung_ Stand 2022, 176 KB
Antragsformular_Fassaden_Dachbegrünung_Zisterne_geschützt, 240 KB

Bitte achten Sie darauf, den Förderantrag vor Beginn der Maßnahme einreichen

Bitte beachten Sie zudem die Größenbeschränkung  Ihrer eMail-Anhänge von 4 MB.

Folgende Schritte führen Sie zu Ihrer neuen Begrünungsmaßnahme:

  1. Entwickeln Sie Ihre Begrünungsidee
  2. Lassen Sie sich bei uns beraten. Wir prüfen für Sie die Möglichkeiten der Umsetzung und der finanziellen Förderung.
  3. Holen Sie Kostenvoranschläge ein, idealerweise von qualifizierten Fachbetrieben.
  4. Reichen Sie Ihren Förderantrag ein
  5. Führen Sie Ihrer Begrünungsmaßnahme durch nachdem Sie eine Bewilligung von uns erhalten haben 
  6. Erhalten Sie Ihre finanzielle Unterstützung

Welche Arten der Dachbegrünung gibt es? Und welche passt zu mir?  

Bei der Dachbegrünung lassen sich zwei verschiedene Begrünungstypen unterscheiden: die extensive und intensive Begrünung.

Die extensive Dachbegrünung besitzt eine natürliche Optik und ist gekennzeichnet durch niedrigwachsende Pflanzen. Im Gegensatz dazu wird die intensive Dachbegrünung mit Bäumen und höheren Bewuchs in der Regel für Dachterrassen oder Dachgärten genutzt.

Einen kurzen Überblick der zwei Arten finden Sie hier:

Extensive Dachbegrünung

  • Naturnaher, niedriger Pflanzenwuchs 
  • Pflegeleicht: weitestgehend Selbsterhaltung und Weiterentwicklung, Bewässerung nicht notwendig
  • Auf flachen und bis etwa 40 Grad geneigten Dächern möglich

Investitionskosten: ca. 15-40 €/m²

Einfache extensive Dachbegrünungen sind nach dieser Richtlinie nur auf Schräg- und Steildächern förderfähig, denn die Freiflächengestaltungssatzungexterner Link sieht bei Flachdächern eine Verpflichtung zur Begrünung vor. Ausnahme sind Solargründächer, denn die Verbindung Photovoltaik und extensivem Gründach wird über die „Richtlinie Klimaneutrales Wohnenexterner Link“ gefördert.


Intensive Dachbegrünung

  • Pflanzung von Stauden, Gehölzen, Rasenflächen und Bäumen 
  • Höherer Pflegeaufwand: regelmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung notwendig 
  • I. d. R. nur auf Flachdächern sinnvoll, da meistens zur Nutzung als Freizeitfläche/ Dachterrassen 

Investitionskosten: ab ca. 60€/m²

Welche Begrünungvariante für Sie die stimmigere ist, hängt von der späteren Nutzung sowie den baulichen Gegebenheiten ab. Die Durchführung der Begrünungsmaßnahme muss unter Einhaltung der geltenden Fachnormen erfolgen. Daher bitten wir Sie im Vorfeld des Antrages eine statische Überprüfung zur Eignung Ihres Objektes anzustellen. Für zusätzliche Informationen und einer Übersicht Ihrer Möglichkeiten empfehlen wir Ihnen einen Fachbetrieb aus der Region zu kontaktieren.

Vorteile & Auswirkungen: Eine Dachbegrünung bringt eine Vielzahl positiver Effekte mit sich, von denen Sie und die Umwelt langfristig profitieren können:

  • Verbesserung der Luftqualität durch Luftreinigung, Bindung von Staub und Schadstoffen
  • Energieeinsparungen durch eine Verbesserung der Wärmedämmung
  • Verlängerung der Dachabdichtung durch Schutz der Bausubstanz vor UV-Strahlung, Witterungseinflüssen, Verschmutzungen und starken Temperaturschwankungen
  • Aufwertung der Immobilie durch Wertsteigerung und optische Attraktivität
  • Regenwasser-Rückhalt und Verminderung der Kanalbelastung
  • Beitrag zum städtischen Grün durch die Schaffung zusätzlicher Grünflächen und Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Weitere Informationen zur Dachbegrünung: Bundesverband GebäudeGrün e.V.externer Link

Welche Arten der Fassadenbegrünung gibt es? Und welche passt zu mir? 

Die Fassadenbegrünung kann in zwei unterschiedlichen Arten erfolgen; als boden- oder fassadengebundene Bepflanzung. Bei der bodengebundenen Begrünung sind die Pflanzen entweder direkt in den Grund oder in ausreichend großen Töpfen eingesetzt. Der Pflanzenwuchs entlang der Fassade kann abhängig der Pflanzenauswahl entweder mit oder ohne Kletter- und Rankhilfen erfolgen.

Bei der fassadengebundenen Begrünung sind die Pflanzen direkt in die Fassade integriert und ersetzt andere Materialien, wie beispielsweise Glas oder Metall.

Ein kurzer Überblick:

Bodengebundene Begrünung

  • Pflanzen mit oder ohne Kletterhilfe mit Wuchs direkt im Boden oder Töpfen 
  • Geringer Pflegeaufwand 
  • Wasser- und Nährstoffversorgung über natürliche Einträge

Investitionskosten: ca. 100 bis 300 €/m² mit Kletterhilfe (größenabhängig)


Fassadengebundene Begrünung

  • Ersetzt andere Baumaterialen; Wuchs direkt als Teil der Fassade 
  • Höherer Pflegeaufwand 
  • Wasser- und Nährstoffversorgung über Bewässerungssystem 
  • Höhere Pflanzenvielfalt und große Gestaltungsspielräume 

Investitionskosten: ca. 400 €/m² (größenabhängig)

Bei der Fassadenbegrünung spielen insbesondere statische Lastreserven und die Windsogsicherung eine tragende Rolle, daher prüfen Sie bitte vor Antragstellung, ob Ihr Objekt für die Maßnahme geeignet ist. Die geltenden Fachnormen müssen bei der Durchführung Ihres Projektes sichergestellt werden. Für spezifischere Informationen und eine Übersicht mögliche Maßnahmen bitten wir Sie Kontakt mit einem Fachbetrieb aufzunehmen.

Vorteile & Auswirkungen

  • Gleichermaßen wie bei der Dachbegrünung ergeben sich auch durch die Installation einer Fassadenbegrünung  viele positive Effekte: 
  • Lärmreduktion durch Schallreflexion innerhalb und außerhalb des Gebäudes
  • Kosteneinsparung durch die Minimierung der Energiekosten durch Dämmwirkung
  • Kühlungsfunktion durch Verschattung und Verdunstung und somit Vermeidung von Überhitzung
  • Fassadenschutz durch eine begrünte Schutzschicht vor UV-Strahlung, Witterungseinflüsse, Temperaturextremen, Schmutz und Schadstoffen
  • Verbesserung der Luft durch  Produktion von Sauerstoff, Reinigung der Luft und Bindung des Feinstaubs

Weitere Informationen 
•    Bundesverband GebäudeGrün e.V.: www.gebaeudegruen.infoexterner Link

Noch Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen rund um das Förderprogramm URBANES GRÜN" im Speziellen und Urbanes Grün im Allgemeinen an den städtischen Klimaschutzmanager, Herrn Mähler, wenden. 

Selbstverständlich ist unsere Beratung für Sie kostenlos, anbieterneutral und unabhängig von wirtschaftlichen Interessen.

Stadt Würzburg
Energie- und Klimazentrum
Nigglweg 5
97082 Würzburg
Tel: 0931 37 2741
E-Mail: philipp.maehler@stadt.wuerzburg.de
Öffnungszeiten: Beratungstermine zur Gebäudebegrünung nach Vereinbarung.

Bitte beachten Sie die Größenbeschränkung  Ihrer eMail-Anhänge von 4 MB.


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