Japanischer Garten

Der "Ohmi-no-niwa": ein Garten im Landesgartenschaugelände 1990

 

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Foto: Gartenamt; Nachbildung des Biwa-Sees und seiner Landschaft

Anlässlich der Landesgartenschau im Jahre 1990 entstand in Würzburg der Japanische Garten als ein Beitrag der japanischen Partnerstadt Otsu durch Planung und mit Unterstützung des berühmten japanischen Landschaftsarchitekturbüros von Prof. Nakane und demonstriert dadurch in gewisser Hinsicht die Verbundenheit der beiden Städte.
Der Japangarten ist benannt nach der heutigen Präfektur Shiga, deren früherer Name Ohmi war. Otsu ist eine der größeren Städte dieser Region am Biwa-See. Er stellt eine Miniatur der Landschaft um den Biwa-See, dem größten japanischen Binnensee, dar.

Der Stil des Gartens mit künstlichen Hügeln, Wäldern, Wasserquelle und Rundgang entspricht der traditionellen japanischen Gartenbauweise, der sog. TSU-KIYAMA RINSEN KAIYU SHIKITEIEN. In Japan genießt man seit Jahrhunderten die abwechslungsreichen Perspektiven eines Gartens und gewinnt dadurch innere Ruhe.
 

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Foto: Gartenamt; Nachbildung einer antiken japanischen Laterne

Granitfindlinge aus dem Fichtelgebirge bilden das Grundgerüst des Gartens. Um sie auszuwählen, reiste Herr Nakane jr. eigens aus Japan an. Das Setzen der Steine ist eine besondere Kunst, denn der Anspruch des harmonischen Einfügens in die Gesamtkomposition bedarf jahrzehntelanger Erfahrung. Der Teich stellt den Biwa-See selbst dar. Der Kiesstrand deutet auf die Lage der Stadt Otsu am See hin. Die Insel ist mit mythologischem Hintergrund gewählt. Sie soll in ihrer Form an eine Schildkröte erinnern, für Japaner und Chinesen traditionell ein Symbol der Unsterblichkeit. Umrahmt ist der Miniatur-Biwa-See auf einer Seite von einem angedeuteten Gebirge. Der dort entspringende Wasserfall weist wiederum auf die Zuflüsse in den See hin.

Der "Ohmi-no-niwa"- Garten im Landesgartenschaugelände ist auch heute noch einer der meist besuchtesten Partnerschaftsgärten auf dem LGS-Gelände in Würzburg.
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