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Logistik neu gestalten

Im Jahr 2000 waren es noch 1,7 Milliarden Sendungen, die die Kurier-, Express- und Paketdienste – kurz KEP-Dienstleister – deutschlandweit ausgeliefert haben. Dank Amazon, ebay und anderer Online-Bestellplattformen hat sich die Zahl bis 2018 auf 3,5 Milliarden Zustellungen ziemlich genau verdoppelt und soll in den kommenden Jahren weiter deutlich ansteigen.

Im Innenstadtbereich aber auch in den anderen Stadtteilen brauchen die Lieferfahrzeuge der KEP-Dienstleister nicht nur viel Platz und behindern teilweise den Verkehr, sondern produzieren auch einen signifikanten Teil der Abgase, die die Luft belasten. Die urbane Logistik bietet daher ein großes Potenzial zur Schadstoffreduzierung – zum Beispiel durch eine Elektrifizierung der kompletten Fahrzeugflotte. Im Green City Plan wurde deshalb ein Konzept entwickelt, mit dem erreicht werden soll, Waren, Güter und Produkte zuverlässig auszuliefern und dabei die Umweltauswirkungen zu reduzieren.

Foto: Lastenrad des Gartenamtes
Foto: Lastenrad des Gartenamtes (c) C. Stanke / Stadt Würzburg

Logistik FAQ
Maßnahmen im Bereich der urbanen Logistik

Die Vorteile des Wechsels zu einem Elektrofahrzeug für die Umwelt gelten selbstverständlich auch für Privatleute, Handwerksbetriebe, Dienstleister, Speditionen und die städtischen Dienststellen.

Die Stadt Würzburg geht bereits seit mehreren Jahren mit gutem Beispiel voran: Schon 2013 wurden die ersten elektrisch betriebenen Fahrzeuge angeschafft, seitdem wächst die e-mobile Flotte der Stadtverwaltung ständig.

Ein Anteil des städtischen Lieferverkehrs kann zudem mit Lastenrädern erfolgen. Um diese Möglichkeit zu unterstützen gibt es verschiedene Maßnahmen:

  • Der Bund fördert den Kauf von gewerblich genutzten Schwerlastenrädern mit bis zu 2.500 €. Weitere Informationen dazu finden Sie hierexterner Link.
     
  • Über ein kommunales Förderprogramm fördert die Stadt Würzburg – solange Haushaltsmittel zur Verfügung stehen – auch Unternehmen - bei der Anschaffung eines Lastenrads: www.wuerzburg.de/lastenrad
     
  • Die Räder der Initiative freies Lastenrad stehen auch Unternehmen für einzelne Fahrten kostenlos zur Verfügung: www.lastenrad-wuerzburg.deexterner Link

Geplant ist die Einrichtung eines Lieferdienstes, der Einkäufe nach Hause bringt. So können Sie auch ohne Auto entspannt einkaufen.

Express- und Citylogistik durch die Würzburger Fahrradkuriere gibt es bereits 

Sie fahren fast alles, was sich auf dem Rad transportieren lässt: Akten, Post, Laborproben, Arztbefunde, Einkäufe, Medikamente und sogar Blumen oder Eis. Neben Kleintransporten können größere Gegenstände  mit Elektro-Lastenrädern transportiert werden.

Ob als Eilsendungen, terminierte Aufträge oder als regelmäßige Transporte, die Würzburger Kuriere erfüllen viele Wünsche, machen z. T. auch nahezu unmögliche Dinge möglich.

Im innerstädtischen Dschungel und Verkehr gibt es wohl keine Transportvariante, die schneller ist als mit dem Rad. Gerade auf kurzen Strecken kann kein Auto mit dem Fahrrad konkurrieren.

Aber nicht nur Schnelligkeit und Zuverlässigkeit sind die Vorteile der Fahrradkuriere. Mit dem Fahrrad als Transportmittel und Muskelkraft als Antrieb bewegen sich die Kuriere CO2-neutral und leise durch die Stadt. So leisten sie einen aktiven und nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz, zur Feinstaubentlastung, Lärmreduktion und Verkehrsberuhigung in unserer Stadt.

Die Fahrradkuriere in Würzburg

In Würzburg gibt es folgende Anbieter von Fahrradkurier-Fahrten:

Drahteselexterner Linkexterner Link

Radbotenexterner Linkexterner Link

Radius externer Linkexterner Link

Vamosvelosexterner Linkexterner Link

Im Bereich Logistik gibt es einen weiteren innovativen Ansatz, um den Lieferverkehr in der Innenstadt umweltverträglicher zu gestalten: Die Einrichtung von Depots oder Microdepots (Microhubs) in der Innenstadt. Dort werden alle Lieferungen und Sendungen angeliefert und dann mit kleineren Fahrzeugen oder per Lastenrad verteilt. 

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