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St. Michael

Die Kirche St. Michael schließt sich im Osten an die Alte Universität an. Der heutige Bau – als Jesuitenkirche geplant - dient als Gotteshaus für das Priesterseminar. Im Jahr 1765 war die Grundsteinlegung für den heutigen Kirchenbau. Doch noch während der Bauzeit wurde der Jesuitenorden, für den der Nachfolgebau einer kleineren Kirche bestimmt war, aufgelöst. Daraufhin wurde 1789 das Priesterseminar in das ehemalige Jesuitenkloster verlegt.

Innenraum der Kirche St. Michael in Würzburg  Kirche St. Michael in Würzburg

Der Kirchenbau selbst wurde nach einigen Verzögerungen erst im Jahre 1831 eingeweiht.

Auch St. Michael blieb von der Zerstörung am 16. März 1945 nicht verschont. Die Kirche brannte völlig aus. Da aber Baukörper und Raumschale intakt blieben, konnte die Kirche – wenn auch sehr schlicht – schnell wieder aufgebaut werden.

1989 wurde der Bildhauer und Maler Heinrich Gerhard Bücker mit der Ausgestaltung der Kirche beauftragt. Sechs Jahre arbeitete der Künstler an seinem wohl größten und einheitlichsten Werk. Er schuf knapp fünfzig überlebensgroße Plastiken aus Alabasterstuck für die Seminarkirche.

Zu sehen sind die Figur des wiederkehrenden Christus zusammen mit den zwölf Aposteln, die in Kreuzform angeordnet sind, die 24 Ältesten um den zentralen Jahwe-Namen, die vier Lebewesen sowie das Motiv des Kampfes mit dem Drachen.

Bücker, der als einer der bedeutendsten zeitgenössischen Vertreter der sakralen Kunst gilt, schuf des Weiteren in der Krypta des Würzburger Neumünsters den Reliquienschrein mit den Gebeinen der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan. Im August 2008 verstarb Bücker im Alter von 86 Jahren.


Lage im Stadtplan:

 


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