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Würzburger Freundebuch

 – ein Projekt des Malteser Integrationsdienstes Würzburg

Vertreterinnen und Vertreter der Würzburger Malteser und geflüchtete Freunde und Freundinnen übergeben Oberbürgermeister Christian Schuchardt das Original des Würzburger Freundebuchs.
Vertreterinnen und Vertreter der Würzburger Malteser und geflüchtete Freunde und Freundinnen übergeben Oberbürgermeister Christian Schuchardt das Original des Würzburger Freundebuchs. (c) Petra Steinbach
V.l.n.r.: Barbara Griesbach (Leiterin Malteser Integrationsdienst), Wassao, Miriam Kwirant (Ehrenamtskoordinatorin Malteser Integrationsdienst), Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Yuliia Sotnyk, Joachim Gold (Malteser Stadtbeauftragter), Zahedeh Khan, Sultan Tekie, Yuliia Mykhaliuk, Simone Schubert (Malteser Referentin Migration& Integration)
Von Wassao, Yuliia Sotnyk, Zahedeh Khan, Sultan Tekie und Yuliia Mykhaliuk sind die Einträge in das Freundebuch in der Ausstellung als Plakate zu sehen.
Arbeit, Freunde und Familie – das sind die dominierenden Themen, wenn Geflüchtete und anderen Menschen mit internationaler Geschichte nach ihren Wünschen, Sehnsüchten und nach ihrem Ankommen in Deutschland befragt werden. Arbeit, Freunde und Familie? Das kommt einem doch irgendwie bekannt vor... Sind das nicht die Themen, die den meisten Menschen wichtig sind im Leben?

Mit der Ausstellung „Würzburger Freundebuch“ in den Gängen und dem Treppenhaus des Rathauses – und dem tatsächlichen Freundebuch, das Oberbürgermeister Christian Schuchardt als Geschenk überreicht wurde, will der Malteser Integrationsdienst Würzburg zeigen, dass sich die menschlichen Bedürfnisse kaum unterscheiden, trotz verschiedener Nationalitäten, Religionen, Kulturen, Geschlechter, Altersgruppen usw. Wer würde nicht die Kinder vermissen, die zurückbleiben mussten? Oder sich Arbeit in dem Bereich wünschen, in dem man sich auskennt? Leider machen Kriege, politische Verfolgung, Klimawandel und nicht zuletzt Diskriminierung und die Asylgesetzgebung es nicht jedem Menschen möglich, diese oft gar nicht so absurd großen Wünsche zu erfüllen. Aber es bleiben die Freunde und Freundinnen. Jeder und jede von uns kann so ein Freund, so eine Freundin werden und es Menschen leichter machen, sich wohl und zu Hause zu fühlen – hier in Würzburg und überall auf der Welt.

Entstanden ist das Freundebuch im Rahmen der Wochen gegen Rassismus im März 2023. Der Malteser Integrationsdienst hatte an zwei Wochenenden einen Stand in der Innenstadt und dort das Gespräch mit neuen und „alten“ Würzburgern zum Thema Rassismus gesucht. Es gab einige interaktive Aktionen – unter anderem das Angebot, einen Bogen für das geplante Würzburger Freundebuch auszufüllen. Viele Menschen haben mitgemacht (während und auch noch nach den Wochen gegen Rassismus) und die daraus entstandene Sammlung wurde nun Oberbürgermeister Christian Schuchardt als Geschenk überreicht. Einen Teil der Bögen, die etwas anders konzipiert waren und von Geflüchteten/ Menschen mit internationaler Biografie in Würzburg ausgefüllt wurden, werden vom 1. bis 29. Februar im Rathaus in einer kleinen Ausstellung präsentiert. Das Buch soll zeigen, wie bunt und vielfältig die Stadt Würzburg ist. Und dass so viele unterschiedliche Menschen in einem Freundbuch versammelt sind – unabhängig von Herkunft und Hintergrund. Der Malteser Integrationsdienst will seinen Teil zu diesem bunten Würzburg beitragen. Ehrenamtliche, von denen inzwischen rund 1/3 selbst Fluchterfahrung oder eine internationale Biografie haben, engagieren sich seit vielen Jahren für die Integration von Geflüchteten und leisten einen Beitrag zum Miteinander der Menschen in unserer Stadt.

Wir wünschen viel Freude beim Lesen des ausgelegten Freundebuchs und der Beiträge in der Ausstellung sowie an der – vielleicht – neuen Perspektive auf die Menschen, die sie verfasst haben!

Die Ausstellung kann vom 1. bis 29. Februar während der Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden, diese sind Mo-Do 8-18 Uhr und Fr 8-13.30 Uhr.


(2.2.2024)

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