Menü

Stadt und Universität kooperieren bei der Bildungsforschung - Das Ziel: maßgeschneiderte Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder

Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird für alle Grundschulkinder deutschlandweit einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung eingeführt.

Nachmittagsbetreuung Kooperationsvereinbarung Bildungsbüro
Nachmittagsbetreuung Kooperationsvereinbarung Bildungsbüro
Unterzeichnung der erneuten Kooperation auf dem Feld der Bildungsforschung: v.li. Prof. Dr. Heinz Reinders (Universität Würzburg, Lehrstuhl Empirische Bildungsforschung), Bildungsbürgermeisterin Judith Jörg, Sozialreferentin Dr. Hülya Düber. Foto (c): Claudia Lother

Die Stadt Würzburg ist derzeit schon mit einem Angebot von knapp 90 Prozent nachmittäglicher Betreuung an Grundschulen gut ausgestattet - im Vergleich zu anderen Kommunen. „Aber es ist nicht nur eine Frage der Quantität, sondern auch der Qualität, und der Anspruch an Bildung und Betreuung ist hoch“, stellt Sozialreferentin Dr. Hülya Düber fest. „Das Angebot muss auf die Bedürfnisse von Kindern und Eltern zugeschnitten sein“, bekräftigt Prof. Dr. Heinz Reinders, Inhaber des Lehrstuhls Empirische Bildungsforschung an der Universität Würzburg. Um herauszufinden, was Kinder und Eltern von der Nachmittagsbetreuung erwarten, setzen Stadt und Universität Würzburg ihre Kooperation fort. Forschte Reinders Team im Frühjahr 2021 rund um den „Kooperativen Ganztag“, steht das neue Projekt, das bis 30. März 2023 läuft, unter dem Titel Beurteilung und Ausbau der Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder.

Für die Universität ist das Projekt eine reizvolle Aufgabe, denn „wir entwickeln zum ersten Mal ein standardisiertes Instrument, das Elternerwartungen aufnimmt und werden so nach der letzten Elternumfrage von 2015 neue Informationen erhalten“, sagt Reinders. Von der Fortsetzung der bisher sehr erfolgreichen Kooperation erwarten sich Schul- und Sozialreferat wieder einen hohen Erkenntnisgewinn. Sowohl die dritte Bürgermeisterin Judith Jörg, als auch Sozialreferentin Dr. Hülya Düber, die gemeinsam mit ihren Referaten an Schnittstellen zwischen Kita und Schule arbeiten, sehen sich nämlich mit unterschiedlichen Eltern-Wünschen konfrontiert. Bei Umsetzung dieser Wünsche gibt es dann aber mitunter Schwierigkeiten. „Die Ergebnisse aus der Studie werden wir gewinnbringend für familienorientierte Lösungen einarbeiten können“, freut sich die dritte Bürgermeisterin Judith Jörg. Die Projektresultate werden in die formellen Voraussetzungen der Vergabeverfahren fließen und nach Umsetzung für einen Interessensausgleich sorgen. Schule, Schulkinderbetreuung und Hort liegen aktuell nämlich häufig in der Verantwortung unterschiedlicher Träger. Die Hoffnung ist, auch diese mit Hilfe der Studienergebnisse unter den einen Hut zu bringen, der für alle Beteiligten optimale Gegebenheiten schafft.

Wie bei der letzten Studie zum „Kooperativen Ganztag“ wird das Projekt vom Bildungsbüro der Stadt Würzburg begleitet und unterstützt.

(23.06.2022)

>>> zurück